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Burg: Kurzgeschichte

Erbaut wurde die zweiteilige Höhenburg als Randhausanlage aus Backstein, mit Vorburg und Hauptburg, zwischen 1236 und 1260. Sie diente als zeitweiliger Aufenthaltsort und Hofburg der Markgrafen von Brandenburg. Bereits 1248 ist die Burg Sitz eines Vogtes. Die Burg Stargard vereint in sich die ältesten weltlichen Gebäude in Mecklenburg-Vorpommern. Sie ist die nördlichste erhaltene mittelalterliche Höhenburg in Deutschland.

Bereits 1292 kamen Burg und Land Stargard durch Heirat als Wittum unter den Einfluss der Mecklenburger. Ab 1299 waren Burg und Land Stargard, als Lehen der Markgrafen von Brandenburg, in mecklenburgischer Hand. Im Jahr 1348 kam das Land Stargard „mit allen Zubehören“ als Reichslehen endgültig an Mecklenburg.

Von 1352 bis 1471 war die Burg Hauptresidenz der Herzöge von Mecklenburg-Stargard.

Um 1500 erfolgten große Umbauten zum Schloss und u.a. für den Einsatz von Pulverwaffen.
Stargard ist von 1520 bis 1547 zeitweilige Doppelresidenz der Mecklenburger Herzöge Heinrich V. und Albrecht VII. und gehört zum Herzogtum Mecklenburg -Güstrow.

Nach 1572 wurde die Burg ständiger Amtssitz der Stargarder Landdrosten.

Während der Belagerung und Erstürmung der Stadt Neubrandenburg im Jahr 1631, nahm Generalfeldmarschall Tilly sein Hauptquartier auf Burg Stargard.
Nach der letzten großen Landesteilung und der Errichtung des Herzogtums Mecklenburg-Strelitz, im Jahr 1701, wurde die Burg als fürstlicher Aufenthaltsort aufgegeben. Bis zur Mitte des 18. Jh. verlor die Burg allein vier große Gebäude und den größten Teil ihrer Burgmauern durch Abbruch für Baumaterial zur Errichtung des Schlosses zu Neustrelitz.

Im Krummen Haus fand 1726 der letzte große Mecklenburger Hexenprozess statt.

Von 1745 bis 1747 wurden in der Hauptburg Münzen geprägt. Der Name „Alte Münze“ erinnert daran.

Brandstiftung und Blitzschlag vernichteten bis 1919 weitere fünf Gebäude, darunter das Krumme Haus.

Seit 1922 diente die Burg als Jugendherberge sowie für 10 Familien als Wohnung und Wirtschaftshof.

1946 entstand hier eine Landesjugendschule die 1963 wieder zur Jugendherberge umfunktioniert wurde.

Im Jahr 1990 zog die Jugendherberge in die Stadt um und nach dem darauf folgenden Wegzug der Bewohner begann die umfassende bauhistorische Untersuchung und Sanierung der Burganlage.

Im August 1999 öffneten auf der Burg ein Museum und ein Gasthaus ihre Pforten. Pünktlich zur Jahrtausendwende kam noch ein großer Wurz- und Krautgarten dazu.

Bereits seit 1993 wird die Burg als Austragungsort für mittelalterliche Burgfeste - immer am 2. Wochenende im August und organisiert durch den Stargarder Burgverein - mittelalterliche Bogenturniere sowie für weitere Veranstaltungen, wie Konzerte, Märkte, Walpurgis, romantische Burgenweihnacht und Hochzeiten genutzt.